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Berlin-Charlottenburg

Maria Regina Martyrum

Gedenkkirche der deutschen Katholiken für die Opfer des Nationalsozialismus
Heckerdamm 230, 13627 Berlin
Telefon Karmelkloster 030/364 117-0
Fax 030/38 30 98 92
karmel-berlin@t-online.de
www.gedenkkirche-berlin.de
www.maria-regina-martyrum.de
www.karmel-berlin.de

Maria Regina Martyrum © FiebigMaria Regina Martyrum innen © FiebigMaria Regina Martyrum, die „Gedächtniskirche der deutschen Katholiken zu Ehren der Blutzeugen für Glaubens- und Gewissensfreiheit in den Jahren 1933–1945” wurde nach Plänen des Würzburger Dombaumeisters Hans Schädel und des Architekten Friedrich Ebert 1960 bis 1963 erbaut. Die umgebende Mauer grenzt den Bau und seinen Innenhof zur Straße hin ab. Ein Betonrelief zitiert Worte Papst Pius XII, die er zum Bau der Kirche schrieb. Der Kirchbau deutet Welt und Zeit als Übergang vom Dunkel ins Licht.

In der Krypta ist unter anderem ein Grab mit Inschrift „Allen Blutzeugen, denen das Grab verweigert wurde“ gewidmet. Seit 1984 ist ein Karmelitinnenkloster angeschlossen. Zum benachbarten evangelischen Gemeindezentrum Plötzensee mit der Gedenkkirche Plötzensee pflegt die Kirche engen ökumenischen Kontakt.

 


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Gedenkkirche Plötzensee

Gemeinde- und Gedenkzentrum Plötzensee
Heckerdamm 226, 13627 Berlin
Telefon 030/381 34 78
Fax 030/38 30 44 01
buero@charlottenburg-nord.de
www.oekumenisches-gedenkzentrum.de
www.charlottenburg-nord.de/Ploetzenseer_Totentanz/index.html

Gemeindezentrum Plötzensee © FiebigGemeindezentrum Plötzensee, Totentanz von Alfred Hrdlicka © FiebigDas evangelische Gemeindezentrum Plötzensee mit der Gedenkkirche Plötzensee ist Teil der evangelischen Kirchengemeinde Charlottenburg-Nord. Die Gedenkkirche wurde 1970 erbaut und ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt geworden durch den Kirchsaal, in dem die Tafeln des „Plötzenseer Totentanzes“ des Wiener Künstlers Alfred Hrdlicka an die Schrecken von Willkür- und Gewaltherrschaft gemahnen. Die 3,50 Meter hohen Tafeln greifen die Architektur des Hinrichtungsschuppens im damaligen Strafgefängnis Berlin-Plötzensee auf, insbesondere Stahlträger und Haken, an denen in der Zeit des Nationalsozialismus zahlreiche politische Gefangene erhängt wurden.

Die Kirche kann donnerstags von 16 bis 18 Uhr und nach Absprache besichtigt werden, auch Führungen für Gruppen sind möglich. Schon lange gibt es eine intensive Ökumenische Zusammenarbeit mit der benachbarten Katholischen Gedenkkirche Maria Regina Martyrum. Durch die Arbeit des „Ökumenischen Gedenkzentrums Plötzensee Christen und Widerstand“, das seit 2009 im Gemeindezentrum Plötzensee angesiedelt ist, soll die ökumenische Gedenkarbeit intensiviert und ausgeweitet werden.