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Gedanken zu den Lübecker Märtyrern

Was bewegt die Menschen, wenn sie an die Lübecker Märtyrer denken? Welche persönlichen Erinnerungen von Zeitzeugen gibt es noch? Was beeindruckt an den Geistlichen? Lesen Sie hier, was unterschiedlichste Christen aufgeschrieben haben.


Die Ökumene des Blutes

„Ich kannte in Hamburg einen Pfarrer, der die Heiligsprechung eines katholischen Priesters betrieb, der von den Nazis enthauptet worden war, weil er die Kinder den Katechismus lehrte. Nach ihm in der Reihe der Verurteilten war ein lutherischer Pastor, der aus demselben Grund hingerichtet wurde. Ihr Blut hat sich vermischt. [...] Das ist die Ökumene des Blutes. Sie existiert auch heute, es genügt die Zeitungen zu lesen. Jene, die die Christen töten fragen dich nicht nach dem Personalausweis um zu wissen, in welcher Kirche du getauft bist.“

Papst Franziskus am 15. Dezember 2013 im Interview mit der italienischen Tageszeitung „La Stampa“


Gedenken in Schweden

„Ich war zu ersten Mal zu Besuch in Herz Jesu zum Jubiläum der Grenzöffnung 2009, und da bekam ich zum ersten Mal von den Märtyrern zu hören. Seitdem bin ich begeisterter Interessierter im Ausland, wie es vorangeht mit der Seligsprechung und so weiter. Nun weiß ich, dass  sie am 25. Juni sein wird – so gute Nachrichten! Ich persönlich habe leider keine Möglichkeit zu kommen, aber als ein Versuch, von zu Hause aus mitzuwirken, habe ich hier in der Gemeinde Kristus Konungen in Göteborg, wozu ich gehöre, angeregt, eine Heilige Messe im Gedenken an die Märtyrer am selben Tag zu feiern. Auch meinen Freund, den Rabbi der Jüdischen Gemeinde in Göteborg, habe ich darüber informiert und ihn gefragt, ob es möglich wäre, auch in der Synagoge hier in Göteborg für die Märtyrer Fürbitten zu halten. Göteborg hat einen lebendigen interreligiösen Dialog.“

Ingemar Johnsson, Göteborg, Schweden


Was mich bewegt

„1941 im streng katholisch-rheinischen verwurzelten Milieu einer Solinger Großfamilie geboren und groß geworden, zog es mich mit 19 Jahren nach Spanien, in das schöne aber konfliktreiche Baskenland. Hier habe ich mir schon in jungen Jahren, gemeinsam mit meiner spanischen Frau Dorita, wie man so schön im Bergischen Land sagt, „eine Existenz“ als Unternehmer aufgebaut.

Schon in sehr jungen Jahren, um 1953, fand ich unter den Büchern meines vor einem Jahr verstorbenen ältesten Bruders Ludwig, der diese bei seinem Umzug nach München in Solingen zurück gelassen hatte, das Buch „Wo Seine Zeugen sterben ist Sein Reich“ gefunden und gelesen. Es muss aus der  Erstauflage von 1946 stammen. Es war eins der wenigen Bücher die ich 1960 nach Spanien mitnahm.

Ich erinnere mich auch noch genau an die Predigt in einer Sonntags-Messe 11 Uhr 15 in unserer Solinger Pfarrkirche Sankt Clemens des Priesters und Studienrates Dr. Derda. In dieser nahm er Bezug auf die Lübecker Märtyrer. Es wären Heilige, aber es würde schwierig sein, dass Rom den Heiligsprechungs-Prozess eröffnen werde, denn dann müsste  auch der evangelische Pastor offiziell als Heiliger anerkannt werden. Denn es waren vier und nicht drei Heilige.

Im Sommer 1993, auf einer Deutschlandreise zog es mich nach Xanten. Anstelle einer schönen alten Stadt mit römischem Castel, fanden meine Frau und ich eine nach der Zerstörung im Krieg zu schnell wieder aufgebauten Stadt, die nicht meinen Vorstellungen entsprach. Aber da war der schöne Dom! In der Krypta fanden wir eine Gedenkstätte der wegen ihres Glauben und Handeln von den Nazis hingerichteten Geistlichen. Dort haben wir keine Gedenktafel der Lübecker Märtyrer gesehen. Erinnern kann ich mich aber, dass ich mit meiner Frau bei dieser Gelegenheit über die Lübecker Märtyrer gesprochen habe.

Vor einem Monat fand ich dann, ganz zufällig, im Internet die Information zur Feier der Seligsprechung in Lübeck. Meine Entscheidung traf ich umgehend: In Begleitung meines engen Freundes, Priester und Studienrat im Ruhestand, D. Luis Mª Echeverría (mehr Philosoph als Theologe) werden wir zur Seligsprechung nach Lübeck kommen.

Irgendwie stelle ich jetzt freudig fest, dass mich diese Heiligen mein Leben lang begleitet haben.“

Bernhard Groten, Irun, Spanien


Eine Erinnerung, die mich belebt

„Ich bin 1952 nach Australien ausgewandert. Im Jahre 1980 besuchten wir Lübeck wieder und weckten für mich viele Erinnerungen; man schlenderte durch altbekannte Straßen und schien für Jahre zurückversetzt zu sein: Da haben wir alle Klingeln gedrückt, hier Äpfel geklaut. Wie schön war es doch in der Jugend in Lübeck, trotz Krieg und vielem Trübsal. Und alles zu einer Zeit, zumal in der Diaspora, wo man leicht als Katholik schräg angeguckt wurde. Als ehemaliges Pfarrmitglied von Herz Jesu in Lübeck (1930–1948) ist mir die Nachricht über die kommende Seligsprechung im nächsten Jahr der Lübecker Märtyrer ein Impuls gewesen, mich und meine Lieben doch noch einmal eindeutiger über die Ereignisse nach dem Palmsonntag 1942 zu informieren. Ich wurde 1930 im Marien-Krankenhaus geboren und empfing in der Herz-Jesu-Kirche meine Taufe, Erstbeichte, Erstkommunion und Firmung, letztere durch Bischof Berning von Osnabrück. Ich besuchte die Gemeindeschule hinter der Kirche für ein Jahr (mit Schwester Canisia) bis zu ihrer Schließung. So war ich mit allen Geistlichen persönlich bekannt, Dechant Bültel einbegriffen.

Hans-Heinrich Boeker als Kind 1941Vikar Lange gab uns Messdienerunterricht, er war fast wie dein Lehrer in der Schule. Adjunkt Müller ging mit uns auf Radtouren, er war unter der Jugend sehr beliebt, mehr als älterer Freund, und man hatte auch keine Scheu vor ihm, hatte man mal was ausgefressen. Kaplan Prassek war eher strenger, aber stets besinnlich, und man zeigte ihm als Junge wohl etwas mehr Respekt. Dechant Bültel war in unserer jungen Vorstellung fast so machtvoll wie ein Bischof. So ist es für mich doch eine Erinnerung, die mich irgendwie belebt: habe ich doch die Ehre gehabt, diese Priester persönlich gekannt zu haben. Und wieviele Menschen haben in ihrem Leben die Möglichkeit gehabt, einem Märtyrer die Hand gereicht zu haben, mit ihm gebetet zu haben, von ihm einen Segen bekommen zu haben?“

Hans-Heinrich Boeker, Wyoming, Australien


Ihre Augen scheinen zu uns zu sprechen

„Ich bin genauso alt wie Hans Heinrich Boeker [siehe oben], aber wir sind unter so verschiedenen Umständen aufgewachsen. In unserer Kleinstadt an der Küste Queenslands konnten meine Eltern und ihre Freunde über Politik diskutieren und ohne Angst alles kritisieren, was die Regierung tat, während Hans in einer so ganz anderen Umgebung aufwuchs. Wenn ich an die Gespräche meiner Familie und ihrer Freunde zu Hause zurückdenke, dann erinnere ich mich, dass wir viel über die Lebensumstände in Deutschland sprachen. Aber ich bezweifle, dass auch nur einer die ganze Grausamkeit ahnte, die das Regime seinem eigenen Volk zufügte.

Hans stellte mir vor einigen Monaten die Lübecker Märytyrer vor, und es fällt mir schwer zu schreiben, wie ich mich gefühlt habe, als ich die Texte las, die Hans mir gab und die ich im Internet gefunden hatte. Auf jeden Fall erschreckte mich das Schicksal dieser guten Männer, die mutig genug waren, ihre Stimme gegen die Ereignisse der Zeit zu erheben. Ihre Briefe, die sie nur einige Stunden vor ihrem Tod schrieben, sind außergewöhnlich. Sie sind erschütternd zu lesen, aber so beeindruckend, ich musste sie mehrmals lesen. Wenn ich ihre Porträts anschaue, scheinen ihre Augen zu uns zu sprechen.

Ich habe die Thematik der Lübecker Märtyrer an geschichtlich Interessierte weitergeleitet und an einen Lehrer, der es sicherlich gut einsetzen wird. Wir werden alle an Lübeck denken, besonders am Tag der Seligsprechung. Ich frage mich, was die Märtyrer wohl denken, wenn sie auf uns schauen.“

Maeve Jowett Davies, Gosford, Australien


Meine Gebete sind aufgeregter geworden

„Ich selbst wuchs während dieser Zeit in Tripsrath bei Geilenkirchen auf und war mir wohl bewusst, mit Vorsicht zu reden. Unser junger Pfarrer war auch sehr offen mit seinen Meinungen, wenn einmal Unwahrheiten über die Kirche auftauchten. So wurden Messdiener, mein Bruder war einer von ihnen, eines Tages von der Gestapo befragt, wobei man versuchte ihnen Worte über den Pfarrer in den Mund zu legen. Als meine Mutter davon erfuhr, ging sie noch am selben Abend zum Pfarrhaus und erzählte Pfarrer Ernst Reichardt, was da verlaufen war. Anscheinend war meine Mutter nicht die einzige, die ihn gewarnt hatte. Zwei Tage später war er fort; ein Geschäftsmann, der ein Auto hatte, hatte ihn über Nacht nach Holland gebracht. Von den Lübecker Märtyrern hatten wir nie etwas gehört. Diese grauenhafte Geschichte ist mir nun erst jetzt so richtig bekannt geworden, obwohl mein Mann Hans-Heinrich schon mal davon gesprochen hatte, als er mir aus seiner Jugend in Lübeck erzählte; es scheint ja wohl so, als habe die Staatsgewalt mit allen Mitteln versucht, sie als schwach und ängstlich zu zeigen. Doch ihr starker, unerschütterlicher Glaube hat sie hingegen als Helden des Martyriums gezeigt. Und sie sind den letzten Weg auf Erden auch nicht allein gegangen: Der Heiland ist ihnen zur Seite gestanden. Sie sind zusammen zum Herrn gekommen. Irgendwie sind meine Gebete heutzutage „aufgeregter“ geworden; nachdem ich die Bücher gelesen habe, fühle ich, daß sie alle – besonders Kaplan Prassek – eine Art hatten, ein Gebet zu beleben. Sie werden für immer bei mir bleiben.“

Trudi Boeker, Wyoming, Australien


Die Verehrung der Märtyrer heute leben

„Wer die Seligsprechung der Lübecker Märtyrer feiert, muss auch heute öffentlich Stellung beziehen gegen alle Versuche, Nazi-Propaganda auf die Straßen und in die Herzen der Menschen, besonders von Jugendlichen, zu tragen. Deshalb wünsche ich mir, dass viele Katholiken am 26. März 2011 an den Andachten, Prozessionen und Kundgebungen gegen den Neonazi-Aufmarsch in Lübeck teilnehmen.“

Pfarrer Joachim Kirchhoff, Lübeck


Das Legat der Märtyrer verantwortungsvoll tragen

„Der Tyrann stirbt, und seine Herrschaft ist vorüber; der Märtyrer stirbt und seine Herrschaft beginnt.“ Mit diesem Zitat von Søren Aabye Kierkegaard (1813–1855, dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller) mögen wir als Menschen und allemal als Christen das Vermächtnis in Verantwortung gewissenhaft tragen und die Vergangenheit in das Bewusstsein der Gegenwart inkludieren, um in der Zukunft mit dem Zitat von Otto Weiß antworten zu können: „Das wird eine große, große Zeit, die keine Helden und Märtyrer mehr braucht.“ Wir stehen als Christen in der Verantwortung, „die Vier Lübecker Märtyrer“ als Monument, denn eine Wiedergutmachung wird es nicht geben!“

Conni Stefanski, Timmendorfer Strand


Den klaren Blick nicht verloren

„Je länger ich mich mit den Lübecker Märtyrern beschäftige, umso mehr bin ich über ihre Menschlichkeit und Normalität erstaunt. Ihr Mut, sich gegen die alles durchsetzende Ideologie des Nationalsozialismus zu stellen, scheint der inneren Logik ihres priesterlichen Dienstes zu entsprechen. Aus der Selbstverständlichkeit ihrer seelsorglichen Verpflichtungen heraus überschreiten sie die Grenzen des Erlaubten und finden sich mit einem Mal im Widerstand. Es ist ihre große Gabe, in einer verwirrten Zeit den klaren Blick nicht verloren zu haben, im festen Glauben an eine andere, gottdurchdrungene Welt. Diese Gabe wünsche ich mir auch für unsere Zeit.“

Georg Bergner, Jugendpfarrer im Erzbistum Hamburg


Gemeinsam bezeugten sie ihren Glauben

„Diese starren konfessionellen Fronten aufzubrechen wurde die vielleicht vornehmste Aufgabe der vier Lübecker Geistlichen. Dabei erwuchs ihr Handeln weniger aus politischen Motiven oder theoretischen Erwägungen, sondern allein aus der alltäglichen Praxis der Seelsorge. Sie sahen die zunehmende Vereinnahmung der Kinder und Jugendlichen durch den Staat, die physische und religiöse Mangelversorgung der polnischen Zwangsarbeiter in Lübeck, die Beschränkung des kirchlichen Lebens und der kirchlichen Presse. Unter bewusster Zurückstellung ihrer konfessionellen Gegensätze fanden sie zusammen gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime, gegen die Euthanasie und andere staatliche Willkür- und Gewaltakte sowie gegen die Zerstörung und Verballhornung der christlichen Lehre – bis hin zu einer persönlichen, wehrhaften Verteidigung eines Kruzifixes. Gemeinsam bezeugten sie ihren Glauben an Christus und ließen sich von ihm zu einem gemeinsamen Handeln rufen. Die Verbreitung der Galenpredigten schließlich wurde ihnen zum Verhängnis: als exemplarische Bestrafung vollzog das Regime die Hinrichtung mit dem Fallbeil.“

Peter Voswinckel in „Geführte Wege. Die Lübecker Märtyrer in Wort und Bild“, Kevelaer 2010


Starke Kraft zu trösten

„Wenn ich an die Märtyrer von Lübeck denke, kommen mir zwei Gedanken in den Sinn: 1. Am Beispiel dieser vier Freunde, die im gemeinsamen Lebens- und Glaubensweg für das eine befreiende Evangelium eintraten und dies mit ihrem „ineinander fließenden“ Blut besiegelten, wird für mich eine Ökumene spürbar, die unabhängig dessen was trennt das Vereinende im Blick hat. 2. Es berührt mich immer wieder neu, wenn ich Zitate aus Briefen der damaligen Geistlichen lese, in denen diese zum Tod verurteilten jungen Männer trotz ihrer trostlosen Situation eine dermaßen starke Kraft aufbringen konnten um ihre Angehörigen und Freunde zu trösten.“

Roland Keiss, Lantershofen


Gebet um Mut und Beharrlichkeit

„Herr, schenke mir den unerschütterlichen Glauben der Märtyrer, und ihren Starrsinn. Gib mir nur einen kleinen Teil des Mutes der Vier und ihrer Beharrlichkeit. Lass mich Dich spüren, wie sie Dich spürten. Schenke mir ihre Zuversicht und ihr Vertrauen in Dich, die Gabe, dich so zu sehen und Dein Wort zu hören, wie sie es taten. Hilf, den Sinn all ihrer Leiden zu verstehen, und dass ihr Martyrium uns Menschen den Weg zu Dir finden lässt. Verzeih mir meine Schw&¨che und Kleinheit, meine Angst und meine Zweifel, einen Weg wie den ihren ertragen zu können. Mach Du Mut aus meiner Schwäche, Geduld und Langmut aus hektischer Unduldsamkeit, Vertrauen aus Zweifel, Licht aus Dunkel. Amen.“

Anke Laumayer, geb. Stellbrink, Enkelin von Pastor Stellbrink


Die Zeit fordert ihr Zeugnis

„Für kurze Zeit wird die Hansestadt an der Trave zu einem Ort, an dem römisch-katholische und evangelisch-lutherische Christen, erst zögerlich, dann aber fest überzeugt, sich für die Wahrheit einsetzen und gegen das Unrecht der Nationalsozialisten vorgehen. Gemeinsam erkennen sie, daß die Zeit ihr christliches Zeugnis erfordert. Aus dem konkreten Leben und Erleben heraus handeln sie ökumenisch. Gemeinsam werden sie so zu Märtyrern für den Glauben.“

Bischof Franz-Josef Bode und Erzbischof Werner Thissen im Nachwort zum Buch Geführte Wege von Peter Voswinckel


Die Glut weitergeben

Ich verbinde mit der Seligsprechung der Lübecker Märtyrer einen Satz, den der frühere Kaplan von Herz Jesu in Lübeck, Peter Otto, sinngemäß in einer Predigt am Todestag sagte und der sich mir eingebrannt hat: „Es kommt nicht darauf an, die Asche aufzubewahren, sondern die Glut weiterzugeben.“

Robert J. Olbricht, Lübeck


Leuchtende Wegmarken

„Mit den Lübecker Kaplänen wird auch des evangelischen Pastors Karl Friedrich Stellbrink gedacht werden. Die bezeugte Freundschaft der vier Geistlichen im Gefängnis ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Ökumene des Gebets und des Leidens, wie sie vielerorts in jenen dunklen Tagen nationalsozialistischen Terrors unter Christen verschiedener Konfessionen aufgeblüht ist. Für unser gemeinsames Voranschreiten in der Ökumene dürfen wir diese Zeugen dankbar als leuchtende Wegmarken wahrnehmen.“

Papst Benedikt XVI. anläßlich des Besuchs des neuen deutschen Botschafters beim Heiligen Stuhl


Ungewöhnlicher Widerstand

„In der Begegnung des evangelischen Pastors mit den katholischen Kaplänen entstand etwas für die damalige Zeit Ungewöhnliches: Widerstand gegen die totalitäre Herrschaft der Nationalsozialisten – über die trennenden Grenzen der Konfessionen hinweg, im gemeinsamen Austausch und Handeln, bis in den Tod hinein. Sie praktizierten Ökumene, ohne dass sie diesen Begriff benutzen. Welche gewaltigen Schritte in den darauf folgenden Jahrzehnten in der Ökumene gemacht wurden, gerät heute schnell aus dem Blickfeld. Die ökumenische Dimension des Wirkens und Sterbens der vier Lübecker Geistlichen ist ein besonderer Auftrag an uns, gemeinsam unseren Glauben zu bekennen und danach zu handeln.“

Sebastian Fiebig, Hamburg


 

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