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Georgsmarienhütte-Oesede (Lkr. Osnabrück)

Katholische Heilig-Geist-Kirche Oesede

Körnerstraße 2, 49124 Georgsmarienhütte-Oesede-Süd
Telefon 05401/59414
Telefax 05401/842832
hg@pggo.de
www.pggo.de

Georgsmarienhütte-OesedeDie Heilig-Geist-Kirche in Georgsmarienhütte-Oesede ehrt seit 1964 die Lübecker Märtyrer. Der damalige Pfarrer, Dr. Suitbert Beckmann, richtete unter der neuerbauten Kirche eine Krypta zu den Märtyrern des 20. Jahrhunderts ein. Der Ohrbecker Künstler Rudolf Krüger schuf Fenster aus buntem Dickglas, die an die Nazi-Gräuel erinnern: In Rot- und Grautönen gehalten und mit spitzen, an Stacheldraht erinnernde Formen, lassen sie eine düstere Atmosphäre aufkommen.

Der Glasmaler Manfred Espeter aus Münster malte Wandzeichnungen. Die neun ineinander übergehenden Szenen aus dem Leiden Christi sind in das Grauen der NS-Zeit hineingestellt. Die Darstellungen sind kantig und spitz und dominieren den Raum. Eine Szene zeigt eine Verhandlung vor dem Volksgerichtshof, ein Hitlerbild ist zu sehen. Es verkörpert den Ungeist von Gewalt und Vernichtung, der hinter den Urteilen des Volksgerichtshofes steht. Auf der gegenüberliegenden Wand sind die Lübecker Märtyer zu sehen, in der klassischen Märtyrerpose: mit ihren Totenmasken in der Hand. Sie haben sich dem Ungeist widersetzt und dafür ihr Leben gelassen. Im Hintergrund ist das Holstentor zu erahnen.

Wandfresko in Georgsmarienhütte-Oesede1961 war das Jahr, in dem die Planung der Krypta begann. 1961 erschien auch das Buch „Der Lübecker Christenprozeß 1943“ von Else Pelke, das vielleicht Auslöser für die Gestaltung der Krypta war. 1961 lagen Lübeck im Norden und Oesede im Süden desselben Bistums. Von Pfarrer Beckmann ist der Wunsch überliefert, das Gedenken an die Märtyrer und die Nazizeit solle die ganze Diözese überspannen, von Nord nach Süd.

 


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